Institut für Fasziale Osteopathie
Institut für Fasziale Osteopathie 

Neurogene Faszien Teil 3:

Segmentale Faszientherapie

Reflektorische Innervation der Faszien und ihre therapeutische Nutzung:        

in zahlreichen Therapieformen werden reflektorische Zusammenhänge genützt. Die bisher bekannten Anwendungen umfassen die Gebiete der Haut (Dermatome), der Muskulatur (Myotome), der Knochen (Osteotome) und der Organe (Viszerotome).

 

Das Bindegwebe und die Faszien wurden hierbei bislang stark vernachlässigt. Wie uns die neuesten Ergebnisse aus der Faszienforschung zeigen, sind Faszien sehr dicht innerviert und haben eine sehr hohe Bedeutung für jede Art der Wahrnehmung: Exterozeption (Außenwahrnehmung) und Interozeption (Innenwahrnehmung: Viszero- und Propriozeption).

Faszien sind ein hervorragendes Gewebe für reflektorische Anwendungen:

neben der hohen Innervation zeichnen sie dichte Verbindungen und Vernetzungen zu allen anderen Geweben und Organen aus und bekannter weise zeigen sie eine gute Reaktivität auf manuelle Therapien.

 

Der segmentalen Innervation des Bindegewebes und der Faszien wurde in der klinischen Anatomie bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Entsprechend dem Innervationsschema des gesamten Körpers innervieren die einzelnen Spinalnerven genau definierte Regionen der Faszien. Hierfür wird der neue Begriff „Fasziatom“ verwendet.

 

Die Fasziatome finden sich sowohl in den oberflächlichen Schichten (Fascia superficialis und Fascia profunda), als auch in den tieferen Schichten der Muskulatur (epimysiale und intramuskuläre Faszien) und den Faszienhüllen der Organe (parietale und viszerale Faszien).

Die Kenntnisse der spezifischen Fasziatome können sowohl zur Befunderhebung als auch hervorragend zur Behandlung umgesetzt werden.

 

Ausbildungsinhalte:

  • Zuordnungen der spezifischen Faszienregionen zu den Spinalnerven und den entsprechenden inneren Organen
  • Lage und Palpation der oberflächlichen Fasziatome (Haut, Subcutis und Gleitschichten zur Muskulatur)
  • Lage und Palpation der tiefen Fasziatome (epimysial, aponeurotisch und periostär)
  • Lage und Palpation der viszeralen Fasziatome (parietale und viszerale Faszienblätter)
  • Manuelle Befunderhebung an den Faszien
  • Bestimmung der Geschmeidigkeit, der Visko-Elastizität, der Trophik und der Mobilität des Bindegewebes
  • Entsprechungen zwischen dem Zustand der Faszien und den inneren Organen
  • Therapeutische Reize auf den Faszien, die eine hohe reflektorische Wirkung zeigen

 

Reflektorische Zusammenhänge bestehen zwischen den allen Körperregionen. Der Zustand des Bindegewebes spiegelt auch jenen der inneren Organe wieder. Über die segmentalen Verbindungen können neben allgemeinen Aussagen auch spezifische Zuordnungen getroffen werden, die therapeutisch umgesetzt werden können.

Aus diesem Wissen können Therapiekonzepte abgeleitet werden, die eine Behandlung der Fasziatome sowohl als Einzeltherapie als auch als ergänzende Behandlung zu anderen manuellen Techniken ermöglichen.

Kursdaten:      20.08. - 23.08.2018

 

Kursgebühr:   590,-€

 

Kurszeiten:    1. - 4.Tag 09:00 – 17:00 Uhr

 

Kursleitung:   Andreas Haas

 

Kursort:          Wolfenbüttel

 

Teilnahmevoraussetzungen:   Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Ärzte, Osteopathen, Masseure.

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